Beschlussvorlage - 06/BV/045/2026
Grunddaten
- Betreff:
-
Kalkulation der Feuerwehrkostenerstattungen
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- Fachgebiet Finanzen
- Bearbeiter:
- Susanne Schultz
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Geplant
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Gemeindevertretung Grapzow
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Entscheidung
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04.02.2026
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Sachverhalt
Die Gemeinde Grapzow verfügt über einen Löschzug, um die Pflichtaufgabe einer leistungsfähigen Feuerwehr zu erfüllen. Die Einsätze setzen sich aus kostenfrei zu erbringenden Pflichtleistungen und abrechnungsfähigen Einsätzen zusammen. Bei der Gebührenberechnung gilt es zu berücksichtigen, dass die Gebühr nur die anteiligen Vorhaltekosten und die gesamten Einsatzkosten eines Einsatzes beinhalten darf.
Auf Grundlage der Kalkulation soll im nächsten Schritt die Gebührensatzung neu beschlossen werden. Die letzte Kalkulation stammt aus dem Jahr 2019.
Gemäß § 2 des BrSchG haben die Gemeinden als Aufgaben, im eigenen Wirkungskreis den abwehrenden Brandschutz und die technische Hilfeleistung in ihrem Gebiet sicherzustellen. Somit gehört der örtliche Brandschutz zur Pflichtaufgabe der Gemeinden.
Für die Berechnung der Kosten sind die betriebswirtschaftlichen Grundsätze heranzuziehen. Im Gegensatz zu anderen kommunalen Einrichtungen (Friedhof, Kita, Wasser/Abwasser) schränkt der Gesetzgeber die Kostenerstattung auf die kostenpflichtigen Einsätze ein. Damit ist es den Kommunen untersagt, die Gesamtkosten der Einrichtung Feuerwehr über Kostenerstattung zu refinanzieren.
Zu den ansatzfähigen Kosten gehören auch Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Personalkosten, ferner Entgelte für in Anspruch genommene Fremdleistungen, Abschreibungen von den Anschaffungs- und Herstellungswerten sowie Zinsen auf Fremd- und Eigenkapital. Die Abschreibungen sind nach der mutmaßlichen Nutzungsdauer oder Leistungsmenge gleichmäßig zu bemessen. Berechnungsgrundlage sind die um Zuschüsse Dritter bereinigten Anschaffungs- und Herstellungswerte (§ 6 Abs. 2a KAG M-V).
Diese Kosten wurden für die einzelnen Jahre genau ermittelt. Der Kalkulationszeitraum beträgt 5 Jahre (§ 6 Abs. 2d KAG M-V).
Die Einsatzzeiten sollen nach neuem Recht minutengenau abgerechnet werden (eine viertelstündliche Abrechnung ist ebenso möglich).
Neu ist, dass die Fahrzeuge nicht mehr einzeln kalkuliert werden, sondern je Fahrzeugkategorie. Insgesamt wurden 3 Kategorien gebildet:
Löschfahrzeuge (LF, TLF...)
Kleinfahrzeuge (ELW, MTW...)
Anhänger
So können eventuell neu angeschaffte Fahrzeuge sofort je nach Kategorie abgerechnet werden.
Folgende Gebühren pro Stunde wurden kalkuliert:
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Kategorie |
Kostenersatz alt |
Kostenersatz neu |
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Personal |
P |
25,79 € |
2,81 € |
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Löschfahrzeuge |
LFZ |
130,62 € |
71,06 € |
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Kleinfahrzeuge |
KFZ |
127,44 € |
47,36 € |
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Anhänger |
AH |
20,00 € pauschal |
25,94 € |
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Da sich einige Berechnungsgrundlagen (besonders beim Personal) geändert haben, sind die Gebühren deutlich geringer.
Daher schlägt die Verwaltung die Abrechnung der Einsätze auf Grundlage des Mindestlohns (ab 2026 i.H.v. 13,90 €) vor.
Abrechnung Kalkulierter Kostensatz 2,81 €/ Stunde 0,05 €/ Minute
Abrechnung Kostensatz Mindestlohn 13,90 €/ Stunde 0,23 €/ Minute
Gemäß § 22 Abs. 3 Nr. 6 KV M-V ist die Gemeindevertretung für die Entscheidung zur Änderung von Satzungen zuständig.
Finanz. Auswirkung
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im lfd. Haushaltsjahr: |
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2026 |
in Folgejahren: |
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nein |
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nein |
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ja |
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x |
ja |
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einmalig |
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jährlich wiederkehrend |
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Finanzielle Mittel stehen: |
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stehen zur Verfügung unter |
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stehen nicht zur Verfügung |
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Produktsachkonto: |
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Deckungsvorschlag: Produktsachkonto: |
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126010. 44290000 |
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Bezeichnung: |
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Bezeichnung: |
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Einrichtungen des Brandschutzes/ Kostenerstattungen und Kostenumlagen von Sonstigen
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Deckungsmittel stehen nicht zur Verfügung |
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Haushaltsmittel: |
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Haushaltsmittel: |
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Soll gesamt: |
Soll gesamt: |
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Maßnahmesumme: |
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Maßnahmesumme: |
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noch verfügbar: |
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noch verfügbar: |
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Erläuterungen:
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Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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193,3 kB
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2
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(wie Dokument)
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1,5 MB
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