28.04.2026 - 2 Einwohnerfragestunde
Grunddaten
- TOP:
- Ö 2
- Gremium:
- Gemeindevertretung Breesen
- Datum:
- Di., 28.04.2026
- Status:
- gemischt (Niederschrift abgestimmt)
- Uhrzeit:
- 19:00
- Anlass:
- Sitzung
Wortprotokoll
Herr Just hat sich zu den auf der Tagesordnung aufgeführten B-Plänen positiv geäußert.
Herr Torsten Plitt wendet sich mit der Frage an die Gemeinde, ob diese sich mit seiner Anzeige wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz befasst hat. In diesem Zusammenhang wurde der Förster Herr Jan Almer zur Gemeindevertretersitzung eingeladen. Herrn Almer wurde das Schreiben von Herrn Plitt übermittelt, woraufhin er wie folgt Stellung nimmt:
Es steht der Vorwurf im Raum, dass durch verschiedene Maßnahmen die Brutstätten von Adlern beeinträchtigt worden seien. Herr Almer erklärt dazu, dass jede Brutstätte durch das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) kartiert wird. In dem von Herrn Plitt angezeigten Bereich liegt jedoch keine entsprechende Eintragung vor.
Vor Holzeinschlägen in den Wäldern findet grundsätzlich eine Begehung durch die Landesforst statt. Diese wurde auch im vorliegenden Fall ordnungsgemäß durchgeführt. Dabei wurde kein Adlerhorst vorgefunden. Sollten schützenswerte Bäume entdeckt werden, erfolgt eine entsprechende Markierung in Form eines „T“. Es handelt sich hierbei um streng geschützte Bäume, die nicht gefällt werden dürfen.
Herr Almer weißt zudem die Anschuldigung zurück, dass ein Horst durch Maßnahmen der Forstwirtschaft beschädigt oder abgetragen worden sei. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass natürliche Einflüsse wie Wind oder Regen hierfür ursächlich seien. Eine eindeutige Verursachung sei daher nicht feststellbar.
Herr Plitt führte weiterhin an, dass sich unter dem Horst ein Hochsitz befinde, der möglicherweise zur Störung der Adlerbrutstätte beigetragen habe. Auf vorgelegten Bildern sei jedoch zu erkennen, dass es sich um einen sehr alten Hochsitz handelt, von dem lediglich noch das Gerüst vorhanden sei. Herr Genditzki stellt klar, dass dieser Hochsitz bereits seit etwa 20 Jahren dort stehe und nicht mehr in Nutzung sei, da kein Boden mehr vorhanden ist.
Abschließend erläutert Herr Almer, dass im Umkreis von 100 Metern um einen Horst die Jagd grundsätzlich verboten ist.
Frau Kasimir stellt das Projekt "miteinander-füreinander" vor und übergibt der Gemeinde einen Flyer. Bei Interesse können sich die Gemeindevertreter bzw. Anwohner gerne bei Frau Kasimir melden.
Herr Genditzki teilt mit, dass die Jagdgenossenschaft 500 € an die Jugendfeuerwehr spenden möchte.
Auftrag an die Verwaltung:
Erstellung einer Beschlussvorlage.
